Computer und die 3. Welt

servus,
lei uane froge: wie denksch du konn der computer im allgemeinen in der 3. welt nützlich sein. wenn de leit wos do leben am hungertuach knabbern, wert es in de woll total egal sein ob sie ins digitale dorf kemmen oder nit.

wos sogsch du derzua? kibs do a meglichkeit dass de leit mitn simputer ihr leben verbessern kennen. mehr essen, mehr wirtschoft, mehr lebensstandard oder allgemein leichter überleben kennen.

cya,
pitiz <csad3124(a)uibk.ac.at>

Peter Moser wrote:

servus,
lei uane froge: wie denksch du konn der computer im allgemeinen in der 3. welt nützlich sein. wenn de leit wos do leben am hungertuach knabbern, wert es in de woll total egal sein ob sie ins digitale dorf kemmen oder nit.

Eine Wirtschaftsform gibt es praktisch ueberall. Deshalb auch eine oeffentliche Verwaltung, ein Bildungssystem und natuerlich auch das, was wir hier als Mittelstand bezeichnen wuerden und weiters noch .... Dies alles bedarf
einer Verwaltung oder wollen wir es Buerokratie nennen? Dies alles kann mit Bleistift und Papier in den entsprechenden Rhythmen gemacht werden oder eben von Technologie unterstuetzt mit anderen Rhythmen. Wir sollten nicht so
verfahren, als ob Informationstechnologie nur unser Privileg waere.

Das Interessante am Simpiuter ist, dass er ungefaehr gleich viel kostet wie auf einem PC bei uns die Lizenz fuer ein ganz bestimmtes Betriebssystem. Das Ding ist also 80 bis 90% guenstiger als unser heiss geliebter PC.
Darueber hinaus erlaubt seine Architektur ein einfaches Teilen des Geraetes zwischen mehreren Leuten. Die ganze Investition wird also irgendwann fuer viele tragbar.

wos sogsch du derzua? kibs do a meglichkeit dass de leit mitn simputer ihr leben verbessern kennen. mehr essen, mehr wirtschoft, mehr lebensstandard oder allgemein leichter überleben kennen.

Ich denke schon. Heute gibt es vom Simputer erst 200 Prototypen. Auf denen wurde aber z.B. schon eine Aufklaerungssoftware entwickelt, die ueber das Lepraproblem in Indien informaiert. Das Ganze erfolgt aber nicht nur in
schriftlicher Form. Eine Anwendung liest die Texte vor und somit wird die wichtige Anwendung auch fuer Analphabeten zugaenglich.

Und noch was, wenn uns bzw. unserer Wirtschaft die Informationstechnologie nuetzt, dann wird sie wohl anderen nicht schaden. Und wenn der Simpiuter auf Lizenz lokal vor Ort produziert wird, dann ist diese Produktion alleine
schon ein wirtschaftlicher Erfolg, an dem zwar bestimme Leute nicht wie sonst ueberall mitverdienen :wink:

Wie war das vor 20 Jahren in unserer Welt? Es gab eine Spezifikation fuer den IBM-PC und jeder konnte einen IBM-PC produzieren. Daraus ergab sich bei uns fuer viele erst die Moeglichkeit sich mit der Informatik im weitesten
Sinn zu befassen. Und so hat sich das Wissen ueber die Informatik verbreitet und heute ist daraus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor entstanden, in dem viele Leute ihr taegliches Brot verdienen. Der PC ist nicht fuer alle
erschwinglich und dort wo er es nicht ist kann der Simputer eine gute Alternative sein.

Es gibt Orte und Leute, die sich auch den Simputer nicht leisten koennen, solche, die sich mit dem taeglichen Hunger plagen muessen. Die koennen sich wohl kaum mit dem Simputer befassen. Aber zwischen der Welt mit Hunger und
unserer Welt, in der wir uns ueber die E-Nummern auf dem Erdbeereis des Chinesen aufregen, gibt es noch viele Welten, in denen der Simputer gute Dienste leisten kann.

Servus
Karl

Hi,

eine ueberzeugendes Plaedoyer, Karl!

Ich wollte eine Untermenge von dem was Du gesagt hast posten, aber das
waere wohl ueberfluessig.

Bravo und Bye,
Chris.