ganz anders als open source in der UNI BZ

Hallo Liste,

am Sonntag wurde ich berichtet über eine unglaubliche/unakzeptable Situation
in der Uni Bozen.
Eine Freundin von mir hat mir erzählt dass sie eine Prüfung machen muss, voll
über MS Excel und zwar genügt nicht Version 2007 sondern 2008 ist gefragt
(letzte version :slight_smile: ).
Eine ähnliche Prüfung wird für Access gemacht.
Diese sind nicht etwa spezialisierungs Kurse sondern sind normale 5 Punkte
Prüfungen.
Da Frage ich mich ist die Uni BZ eine Universität oder eine Marketing
Abteilung der Microsoft?
Ich kann verstehen das es immer wieder Referenten geben können die nicht eine
genügende Sensibilität über dem Thema haben, aber hier sehe ich nicht ein
Problem des Spezifischen Referenten sondern der ganzen Universität.
Wie kann es passieren das solche Sachen von der Universität zugelassen werden.
Ist das nur ein spezifisches Problem der Universität Bozen, die noch ziemlich
Jung ist oder ist das ein immer grösser werdendes Problem der Universitäten
allgemein?
Das ist nicht nur ein Thema der Informatik (hier sind wir warscheinlich
sensibler) sondern ein Thema der Ziele der Universitäten allgemein.
- Soll die Universität spezialisierte Facharbeiten erzeugen
- oder soll die Universität hochwertiges Grundwissen/Kultur vermitteln
Leider scheint es das immer mehr das erste bevorzugt wird.

Wollte eure Meinung hören...
  
lg.
Dietrich

Hallo Liste,

am Sonntag wurde ich berichtet über eine unglaubliche/unakzeptable Situation
in der Uni Bozen.
Eine Freundin von mir hat mir erzählt dass sie eine Prüfung machen muss, voll
über MS Excel und zwar genügt nicht Version 2007 sondern 2008 ist gefragt
(letzte version :slight_smile: ).
Eine ähnliche Prüfung wird für Access gemacht.
Diese sind nicht etwa spezialisierungs Kurse sondern sind normale 5 Punkte
Prüfungen.
Da Frage ich mich ist die Uni BZ eine Universität oder eine Marketing
Abteilung der Microsoft?
Ich kann verstehen das es immer wieder Referenten geben können die nicht eine
genügende Sensibilität über dem Thema haben, aber hier sehe ich nicht ein
Problem des Spezifischen Referenten sondern der ganzen Universität.
Wie kann es passieren das solche Sachen von der Universität zugelassen werden.
Ist das nur ein spezifisches Problem der Universität Bozen, die noch ziemlich
Jung ist oder ist das ein immer grösser werdendes Problem der Universitäten
allgemein?
Das ist nicht nur ein Thema der Informatik (hier sind wir warscheinlich
sensibler) sondern ein Thema der Ziele der Universitäten allgemein.
- Soll die Universität spezialisierte Facharbeiten erzeugen
- oder soll die Universität hochwertiges Grundwissen/Kultur vermitteln
Leider scheint es das immer mehr das erste bevorzugt wird.

Wollte eure Meinung hören...

lg.
Dietrich

Hi Diti,

das ist in der Tat ein Problem!

Soweit ich es mitgekriegt habe besonders in der Wirtschafts-
fakultaet.

In Wirtschaftskreisen ist Excel erstaunlich populaer, aus
welchem Grund auch immer.

Ich hab' mal mit einer Wirtschafts-Studentin geredet die mir
gesagt hat sie hat in einer "Advanced Computer Science" (!)
Pruefung Excel gemacht.

Wenn das in der Form stimmt wie sie das erzaehlt hat (ich
habe nicht kontrolliert), dann passt das natuerlich auf
keine Kuhhaut. An anderen Unis wuerde man da lachen. Unter
"Advanced Computer Science" wuerde man verstehen, dass
research-class Algorithmen analysiert werden - da waere
dann Papier und Bleistift das geeignete Werkzeug.

An der Informatikfakultaet sollte es etwas besser sein [*].

Da war lange Zeit das Case Department etwas MS-lastig, aber
das ist in letzter Zeit auch weniger schlimm geworden -
siehe Danieles Talk dort! Dort sehe ich die Situation rosiger.

Ausser im informatischen Bereich ist auch die Mathematik
betroffen: ich finde die Informatik Bachelor sind im Schnitt
grottenschlecht in Mathe! Das ist fast noch schlimmer als
die Tatsache, dass die meisten nicht gescheid coden koennen
(und die die's koennen, haben es vorher an der Max Valier
gelernt ;).

Loesung habe ich auch keine - das einzigste waere wohl
strenger zu sein - aber dann sinken die Studentenzahlen und
die Studenten haengen zu lange an der Uni rum.

Vielleicht ist es einfach so, dass wir eine Art Inflation
der Bildung haben. Der Bachelor ist wohl bald das was
vor 30 Jahren die Matura war...

Ich finde das Thema sehr interessant!

Bye,
Chris.

[*] Full disclosure: ich habe selbst mehrere Jahre dort
unterrichtet, seit heuer aber nicht mehr.

Ist das selbe in den Tecnischen Schulen.
Überall wird SPS programmieren in STEP7 gelert.
STEP7 ist Siemens und nur Siemens.

Codesys unterstützt 2 dutzend SPS Steuerungen.
Und hält Standards ein...

http://www.3s-software.com/index.shtml?de_homepage

Schauts euch mal an....
Und falls ihr Unterrichtet , bringt es euren Schülern bei..

Grüsse

Mutsch

Ganz kurz muss ich hier di gob bozen (fachrichtung informatik) verteidigen. Der grossteil unserer programme schreiben wir zwar in java, aber betriebssysteme, datenbanken und microkontrollerprogrammierung (piclab) werden aber mit open-source os und programmen gelernt...
Sprich bei uns konnte man (solange ich dort war) zwischen boot über terminal von linux mit ubuntu oder windows entscheiden...

(alles dank unseren prof. wie z.b. Lochmann alfredo oder lunger karl und dem damaligen sysadmin kofler jürgen)

Grüße
Markus

attachment.htm (5.79 KB)

Und SPS programmieren???
Hat man als Informatiker nicht gelernt oder???

attachment.htm (10.2 KB)

Nein...wir haben entweder hardware vom pc aus programmiert, serielle schnittstelle, usb usw. Oder microcontroller (nur pic)

attachment.htm (10.6 KB)