GNU/Linux Alternative zu MS "Small Business Server"

Hallo!

Kürzlich wurde ich von einem Windows-Administrator gefragt, was denn
unter Linux die Alternative zu Microsofts "Small Business Server" und
Active Directory (das - seiner Meinung nach - für den massiven Zuwachs
von Microsoft Servern verantwortlich sei) ist.
Da ich kein Administrator bin, sondern Linux nur zu Hause auf dem
Desktop verwende, konnte ich ihm nicht wirklich eine Antwort auf seine
Frage geben. Mir fielen nur einzelne Programme/Server ein, aber nicht
einheitliche Lösungen. Gibt es solche auch unter GNU/Linux? Welche sind
eigentlich so die gängigsten Serversysteme in mittleren und kleineren
Betrieben?

Danke für jeden Hinweis!

lg, Andreas

Ich würde sagen da ist man mit
http://www.centos.org/ für Umsonst oder
http://www.redhat.com/rhel/ für Geld gut bedient

Hallo Andreas,

es gibt da wahrscheinlich keine einfache Antwort, aber viellecith kann ihm der
Vortrag von Volker Lendecke auf der heurigen SFScon ein paar gute
Informationen geben:

Volker wird uns erklären wie durch den Einsatz von Samba 3 und 4 ein mit AD
verwaltetes Windowsnetz durch Freie Software ersetzt werden kann.

Happy hacking!
Patrick

p.s. Vielleicht wird er am Samstag auch einen Workshop zum Thema halten...

Habe jetzt mal schnell die Live-CD heruntergeladen, da wäre mir aber
nichts aufgefallen, was andere Distros nicht auch hätten. Hat die volle
Version vielleicht mehr "businessspezifische" Konfigurations-Tools (ich
kenne den MS Small Business Server nicht, also weiß ich nicht, was der
angeblich so spezielles hat).

Mir ist da noch der SMEServer (www.smeserver.org) untergekommen (basiert
auch auf CentOS). Hat jemand zufällig Erfahrung damit?

lg, Andreas

Hallo

Zum Glueck unterscheidet sich die RHEL bzw. CentOS nicht wesentlich von
anderen Distros, konkret baut RHEL jeweils auf Fedora auf. Die RHEL 4
baut auf FC 3 auf, die RHEL 5 auf die Version 6. Dazu kommt recht wenig
an zusaetzliche Software, vielmehr kommt dazu
- ein recht intensives Testprogramm
- eine recht nette Dokumentation
- ein Trainings und Zertifikat-Programm
- langjaehrige Unterstuetzung v.a. mit Updates, bei RHEL muessten es bei
den aktuellen Versionen 7 Jahre sein

RHEL bildet auch die Grundlage z.B. fuer Oracel, JBoss, ... also
Loesungen, die sich mit wenigen Monaten Pflege einer Distro nicht
zufriedengeben.

Wichtig. Es gibt nicht nur RHEL und Derivate. Es gibt v.a. auch Suse von
Novell in der Enterprise Edition mit der ganzen Software von Novell, die
darauf aufbaut. Dort gibt es die verschiedenen i-Pakete, ZEN-Pakate, ...
1000 verschiedene Loesungen, die aber alle nicht frei sind, weder im
Sinner der Lizenz, noch im Sinne des Biers.

Es gibt Ubuntu und Canonical, die sich auf den Weg machen und ich weiss
nicht ob sie heute, morgen oder gestern ein aehnliches Programm
anbieten. Und es gibt Mandriva, die auch Programme anbieten.

Wichtig ist von mir aus v.a.

1. Dass sich solche Distros nicht zu sehr von der StandardSW, Kernel,
usw. entfernen sollen, wollen, duerfen, denn ich will ja zur Verfuegung
stehende SW auch nutzen koennen und mich nicht mit einer speziellen
Distro/Loesung verheiraten und fertig
2. Ich fuer viele Jahre Updates fuer meine Loesung bekommen
3. Unterstuetzung in Form von Schulungen und in Form von Support erhalte
4. Der Weg fuer Migrationen auf andere Loesungen offen bleibt
5. Die Arbeit zur Loesung von Problemen und die Anpassung an die eigenen
Beduerfnisse muss immer erledigt werden, egal ob mit M$, Linux oder mit
dem alten Novell NetWare. Es braucht immer jemand, der diesen Weg geht
in der Firma geht und die Erfahrungen dabei mit anderen in der Firma
teilt, ...

Viel Spass
~Karl

Andreas Weiss schrieb: