Kernel 2.6

Hallo! :slight_smile:

Ich habe einen interessanten Artikel über den 2.6er Kernel gefunden, er
spricht kurz und bündig über alle "Neuheiten" (ich wurde öfters darum
gefragt :wink:

http://www.kniggit.net/wwol26.html

bye
raf

hallo

Hallo,

seit ein paar wochen bin ich auf debian umgestiegen und habe die letzte woche
(sogar unterm christbaum) versucht mir einen neuen kernel (2.6.23) zu basteln.
einmal mit kernelpackage und einmal laut dem erst kürzlich besprochenem linux
dokumentation Selflinux. im groben und ganzen hab ich dessen anweisungen
befolgt, hier der ausschnitt aus meiner .bash_history:

cd /usr/src/
cd linux-2.4.23
make dep
make clean
make bzImage
make modules
make modules_install
cp arch/i386/boot/bzImage /boot/vmlinuz
cp System.map /boot/
vi /etc/lilo.conf
lilo
reboot

aber danach bleibt mein laptop hängen bei:
Uncompresseing Linux... Ok, booting the kernel

und reagiert auf keine eingaben mehr (z.B. strg+alt+entf, usw.) hilft nur mehr
abschalten :((

müste doch eigentlich funktionieren? oder hab ich was vergessen??
danke für eure hilfe!

Thomas

Hi.

seit ein paar wochen bin ich auf debian umgestiegen und habe die letzte woche
(sogar unterm christbaum) versucht mir einen neuen kernel (2.6.23) zu basteln.
einmal mit kernelpackage und einmal laut dem erst kürzlich besprochenem linux
dokumentation Selflinux.

Den Kernel zu uebersetzen gehoert nicht unbedingt zur gewoehnlichen
Verwaltungstaetigkeit unter Linux. Man sollte wo immer moeglich auf
vorkonfigurierte Kernel der jeweiligen Distros zurueckgreifen, es sei
denn man weiss sehr genau was man tut.

im groben und ganzen hab ich dessen anweisungen
befolgt, hier der ausschnitt aus meiner .bash_history:

cd /usr/src/
cd linux-2.4.23
make dep
make clean
make bzImage
make modules
make modules_install

Kein make menuconfig?

Dann hast Du also alle vorgegebenen Einstellungen uebernommen.
D.h. unter anderem, dass Du nur so wenige Kernelmodule ("driver")
uebersetzt hast. Da fehlen wohl welche die Dein notebook gebraucht
haette.

cp arch/i386/boot/bzImage /boot/vmlinuz
cp System.map /boot/
vi /etc/lilo.conf
lilo
reboot

Damit hast Du Dir den alten Kernel ueberschrieben. Das war wohl etwas
zu mutig. Du haettest den frisch uebersetzten Kernel etwa
/boot/vmlinuz-2.4.23 nennen sollen und in lilo eine Auswahl "alt" oder
"neu" machen.

aber danach bleibt mein laptop hängen bei:
Uncompresseing Linux... Ok, booting the kernel

und reagiert auf keine eingaben mehr (z.B. strg+alt+entf, usw.) hilft nur mehr
abschalten :((

Da Du den alten Kernel nicht mehr hast, hilft nur noch der Griff zur
Widerherstellungs CD (bei Debian die 2. CD).

Bye, Chris.

PS: Ich habe den Betreff geaendert (2.4.23)

Ein sehr verständliches Dokument zum Thema:

http://newbiedoc.sourceforge.net/system/kernel-pkg.html

Wie Chris bereits geschrieben hat, hast du wahrscheinlich keine oder
nicht alle benötigten Treiber mitkompiliert.

Im Dokument findest du auch die Anleitung, um die alten Einstellungen zu
übernehmen:
http://newbiedoc.sourceforge.net/system/kernel-pkg.html#EXISTING-KERNEL-PKG

Happy hacking!
Patrick

Hallo Thomas!

> seit ein paar wochen bin ich auf debian umgestiegen und habe die
> letzte woche (sogar unterm christbaum) versucht mir einen neuen
> kernel (2.6.23) zu basteln. einmal mit kernelpackage und einmal
> laut dem erst kürzlich besprochenem linux dokumentation Selflinux.

Den Kernel zu uebersetzen gehoert nicht unbedingt zur gewoehnlichen
Verwaltungstaetigkeit unter Linux. Man sollte wo immer moeglich auf
vorkonfigurierte Kernel der jeweiligen Distros zurueckgreifen, es sei
denn man weiss sehr genau was man tut.

> im groben und ganzen hab ich dessen anweisungen
> befolgt, hier der ausschnitt aus meiner .bash_history:
>
> cd /usr/src/
> cd linux-2.4.23
> make dep
> make clean
> make bzImage
> make modules
> make modules_install

Kein make menuconfig?

Dann hast Du also alle vorgegebenen Einstellungen uebernommen.
D.h. unter anderem, dass Du nur so wenige Kernelmodule ("driver")
uebersetzt hast. Da fehlen wohl welche die Dein notebook gebraucht
haette.

> cp arch/i386/boot/bzImage /boot/vmlinuz
> cp System.map /boot/
> vi /etc/lilo.conf
> lilo
> reboot

Damit hast Du Dir den alten Kernel ueberschrieben. Das war wohl etwas
zu mutig. Du haettest den frisch uebersetzten Kernel etwa
/boot/vmlinuz-2.4.23 nennen sollen und in lilo eine Auswahl "alt"
oder "neu" machen.

> aber danach bleibt mein laptop hängen bei:
> Uncompresseing Linux... Ok, booting the kernel
>
> und reagiert auf keine eingaben mehr (z.B. strg+alt+entf, usw.)
> hilft nur mehr abschalten :((

Da Du den alten Kernel nicht mehr hast, hilft nur noch der Griff zur
Widerherstellungs CD (bei Debian die 2. CD).

Hier kannst du auch eine recht ausführliche Anleitung für den 2.4.xx
Kernel finden. Damit kann man auch mehrere Kernel installieren und
beim Booten auswählen.
http://www.thomashertweck.de/kernel.html
und hier für den 2.6.0
http://www.thomashertweck.de/kernel26.html
Grüße
Luigi

Hallo Peter!

Ich bin gerade dabei einen 2.6er Kernel zu kompilieren.

Du hast von Probleme mit dem suspenToDisk geschrieben:

r3(a)darkrealms.org wrote:

der deadlock ist inzwischen raus. mit dem suspend to disk muss man aber
halbwegs aufpassen hab ich leider merken muessen.
(habs geschafft das filesystem teilweise zu zerstoeren nach einem
suspendtodisk)

Könntest du mehr Infos dazu geben? Wie schaut's mit dem Software-Suspend
auf?

Happy hacking!
Patrick

hallo

Ich bin gerade dabei einen 2.6er Kernel zu kompilieren.
Du hast von Probleme mit dem suspenToDisk geschrieben:

Könntest du mehr Infos dazu geben? Wie schaut's mit dem Software-Suspend
auf?

prinzipiell sollte es schon funktionieren (eigentlich). warscheinlich
hatte ich einfach nur pech.

das suspend-to-disk funktioniert so, dass beim suspend der aktuelle
status des ram in die swap-partition geschrieben wird und der computer
anschliessend ausgeschaltet wird.

beim naechsten booten kann man dann den ram wieder aus der
swap-partition lesen lassen und hat wieder den alten zustand (resume).

beim booten muss man allerdings mittels lilo angeben auf welchem device
die swap-partition ist (resume=). macht man das nicht, wird normal
gebootet.
die swap-partition ist in dem fall unbrauchbar und muss mit mkswap neu
initialisiert werden.

ich hatte beim laptop den xscreensaver so konfiguriert dass der nach 2
stunden einen suspend veranlasst. bloederweise habe ich nach einem
suspend dann beim booten nicht angegeben wo das ram-image liegt und er
hat normal gebootet.
dann ist der nach 2 stunden wieder in suspend gegangen und diesmal habe
ich allerdings resumed. in der swap befand sich aber das alte image,
welches er dann auch resumed hat.

das system war daraufhin aber kaum mehr zu gebrauchen. ich habe neu
gebootet und bemerkt dass mehrere dateien fehlen.
ich habs irgendwie gefixt und nicht mehr weiter dran gearbeitet. ich
resume halt momentan nicht mehr. mich wuerde allerdings schon
interessieren was da passiert ist. hab nur momentan mal nicht die zeit
dazu dem nachzugehen.

ich glaube der code ist einfach noch nicht hinreichend ausgereift.

im verzeichnis Documentation/power/ im kernel-tar gibts ev doku
darueber.

peter

Hallo Peter!

Habe gestern Abend noch einen 2.6er kompiliert.

patrick(a)travelmate:~$ uname -a
Linux travelmate 2.6.0.20030113 #1 Tue Jan 13 21:50:15 CET 2004 i686
GNU/Linux

Funktioniert soweit gut, außer natürlich das S2D :wink:

Ich benutze jetzt aber trotzdem den 2.6er, da ACPI und auch die ALSA
Treiber gut funktionieren.

Unter dem 2.6er Kernel habe ich nun keine Swap mehr. Habe keine Ahnung,
ob es mit meinen Experimenten mit dem S2D zu tun hat oder sonst was.

Weiters habe ich den Fehler gemacht *g* im Internet herumzusuchen und
bin auf die Projektseite von swsusp gelandet. Nun bin ich wirklich verwirrt:

Es gibt also 3 Arten von Suspend.

Ich habe im 2.6er swsusp und pmdisk aktiviert. Wahrscheinlich brauche
ich pmdisk gar nicht und sollte es besser deaktivieren.

swsusp2 kannte ich nicht und die beschriebenen Optionen sind in meinem
Kernel nicht vorhanden. Vielleicht muss auch beim 2.6er gepatcht werden,
das ist von ihrer Seite nicht so eindeutig verständlich.

Hat jemand mehr Erfahrung und kennt sich vielleicht im Jungle der Power
Managers noch aus?

Happy hacking!
Patrick