München legt Linux-Projekt wegen der Softwarepatente auf Eis

<QUOTE>
"Die Entscheidung der Stadt München sollte alle Alarmsirenen in der
Bundesregierung schrillen lassen. Das Bundesinnenministerium empfiehlt
allen öffentlichen Verwaltungen den Umstieg auf Linux, und das
Bundesjustizministerium macht das Ganze zu einer Fehlentscheidung, die
Milliarden von Euro kosten kann", kommentierte Florian Müller, Berater
des Open-Source-Herstellers MySQL, die aktuelle Entwicklung in München.
</QUOTE>

Hoffen wir, dass sie auf die Stadt München hören.

Happy hacking!
Patrick

Ich denke das war ziemlich schlau von den Grünen, hoffentlich wird jetzt
das Patentproblem endlich ernst genommen und gründlich analysiert.
Auch mögliche Patent-Auswirkungen sollten jetzt klar sein.

Eine innovation wie das München-Projekt, geriet in Schwierigkeiteb wegen
Softwarepatente, das sollte alle Patent-liebhaber zum nachdenken
auffordern.

Diti

Haha, es funktioniert schon:

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/49759

Haha, es funktioniert schon:

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/49759

attachment.htm (5.13 KB)

Hi Martin

Hoffe du hast die Infos auch an Ebner und die Seinen und nicht nur an
diese Liste geschickt!

Fuer Muenchen ist es besser die Migration jetzt als nachher zu stoppen.
Wenn es die Patente gibt und die ersten Klagen eingereicht werden, wird
es auch in Frankreich, Bergen, in der Toscana und auch in Suedtirol
keine Freie Software mehr in der oeffentlichen Verwaltung geben. Die
Linuxdistributoren und Dienstleister werden grosse Probleme haben und
schliesslich wird IBM als Alternative zur M$-Oberflaeche wieder OS/2
Warp auf den Markt bringen. Vielleicht graben wir wieder AmigaOS aus und
schliesslich sichern wir dem Tux einen Platz im Oetzimuseum.

Nur drastische Massnahmen koennen in der oeffentlichen Meinung und bei
unsern Vertretern etwas bewirken. Entwickler in gestreiften Anzuegen auf
dem Linuxtag oder ein paar Hundert Demonstranten in Bruessel machen nur
mehr wenig Eindruck. Wenn aber Muenchen die Migration anhaelt ist das
ein Schock, weil es den Standort Deutschland verletzt und das will ja
keiner dort, nicht mal die CDU/CSU.

Lets flame!
Karl

PS: Musst nicht unbedingt in ASCII-7 schreiben, damit man deine Mail
auch mit mutt, mail oder elm problemlos lesen kann, es waer aber besser,
dass du sie nicht schreibst wie die Werbung fuer bestimmte Produkte,
sonst wird sie vom Junkfilter und Spamassassin gefressen wie bei mir
gestern.

Messmer Martin wrote:

Lets flame!

Bin gaenzlich anderer Meinung!

Wieviel politischer Druck soll den noch auf LiMux lasten?
Fuer wieviele Agendas soll das Projekt noch missbraucht werden?

Fakt ist, dass Softwarepatente ein Problem fuer eine
ganze Reihe von Leuten und Firmen sind, bei weitem nicht
nur fuer Hersteller/Entwickler von Open Source Software.

Durch die _rein_ _politisch_ motivierte Reaktion in Munechen
sieht es jetzt wieder mal so aus, als seien "nur" die
Open Sourcler gegen Software Patente. Schliesslich hat Daimler
in Stuttgart nicht etwa gestoppt, Autos zu entwickeln oder
so.

Das war eine kraeftige Watschen an alle, die Open Source
Software anbieten und jetzt in Erklaerungsnot sind.

Bye, Chris.

Chris wrote:

Schliesslich hat Daimler
in Stuttgart nicht etwa gestoppt, Autos zu entwickeln oder
so.

Daimler ist aber weit weniger schutzlos, haben sie wohl selber ein
Arsenal mit Patenten im Keller. Sie sind fuer den Krieg der Patente
sicher geruestet, die Welt der Freien Software ist es nicht oder in
unzureichendem Masse. Wenn Novell oder Red Hat von IBM geschluckt werden
ist es auch kein Problem mehr, weil dann die IBM-Patente als Waffe fuer
Linux zur Verfuegung stehen. Wenn die Patente durchgehen, dann werden
sie frueher oder spaeter sicher von der BSA eingesetzt. Deshalb find ich
den Muenchner Zug zu diesem Zeitpunkt sehr wichtig.

Ich wuenschte mir aber auch mehr Einsatz anderer Softhaeuser.

Bye, Karl