[NoSoftwarePatents.com-Kampagne gestartet]

Bin für alle Links auf die Kampagnenseite dankbar :slight_smile:

Florian

NoSoftwarePatents.com startet Kampagne
gegen Softwarepatente in der EU

1&1, Red Hat und MySQL AB sind Partnerunternehmen – Website startet in 12
Sprachen – Softwarepatente stehen auf morgiger Tagesordnung des Bundestags

München (20. Oktober 2004). Eine neue Kampagne gegen Softwarepatente in der
EU wurde heute in 12 Sprachen unter der Adresse www.NoSoftwarePatents.com
gestartet. Die Kampagne wird von Florian Müller geleitet, der seit fast 20
Jahren in der Softwarebranche tätig ist, und von drei Partnerunternehmen
unterstützt: 1&1, Red Hat und MySQL AB. Der Kampagnenleiter wird über das
Thema Softwarepatente auch mit Politikern und den Medien sprechen.

"Softwarepatente werden wettbewerbswidrig eingesetzt, behindern die
Innovation und würden die ganze Wirtschaft und Gesellschaft teuer zu stehen
kommen ", sagte Florian Müller. "Unter dem Strich schaffen sie mehr Unrecht
als Recht. Es gibt nur eine kleine Gruppe von Leuten im Patentwesen, die
von ihnen profitieren würden, und einige große US-Unternehmen führen etwas
im Schilde. Das öffentliche Interesse muss sich durchsetzen, denn jeder
Bürger, jedes Unternehmen und jede Regierung in Europa müsste für einen
solch gewaltigen Fehler einen hohen Preis bezahlen."

"Hier stehen 450 Millionen Menschen gegen höchstens 100.000, aber die
100.000 haben überproportionalen Einfluss. Wir rufen alle– vor allem die
Betreiber von Websites – zur Unterstützung der Kampagne auf. Wir befinden
uns in der entscheidenden Phase des Gesetzgebungsverfahrens."

Software wird bereits vom Urheberrecht geschützt. Das Europäische
Patent¬übereinkommen lässt keine Patente auf Software zu, doch zehntausende
Softwareepatente sind in Europa erteilt worden. Die Europäische Union
(www.europa.eu.int) befindet sich in einem Gesetzgebungsverfahren zu einer
Softwarepatente-Richtlinie. Im September letzten Jahres schlug das
Europäische Parlament (www.europarl.eu.int) eine Richtlinie vor, die
Softwarepatente ausschließt. Im Mai dieses Jahres gab der EU-Rat
(www.consilium.eu.int) eine politische Einigung bekannt über eine
Richtlinie, die ein Softwarepatent-System ähnlich dem der USA schaffen
würde. Unter der betreffenden Gesetzgebung läge der einzige wesentliche
Unterschied zwischen den USA und Europa darin,w ie eine Patentanmeldung
präsentiert wird, nicht jedoch darin, was patentierbar ist. Es wurde
weithin angenommen, dass der EU-Rat seinen Gesetzgebungsvorschlag im letzten
Monat formal beschließen und die Angelegenheit zurück ans Europaparlament
überweisen würde, doch der EU-Rat verschob die Entscheidung und könnte noch
den Kurs wechseln. Softwarepatente stehen auf der Tagesordnung des
Deutschen Bundestags für morgen, den 21. Oktober.

NoSoftwarePatents.com legt den Schwerpunkt auf Transparenz. Müller sagte
dazu: "Viele Regierungen und andere verbreiten Desinformation über
Softwarepatente und die Richtlinie, und unsere Kampagne wird die
Unwahrheiten konsequent aufzeigen". Er wies darauf hin, dass angesehene
Organisationen wie die Deutsche Bank Research (www.dbresearch.com),
PriceWaterhouseCoopers (www.pwc.com) und das Kieler Institut für
Weltwirtschaft (www.uni-kiel.de/ifw) bereits vor den negativen Folgen von
Softwarepatenten für Europa gewarnt haben.

Müller sagte abschließend: "Jeder, der fälschlich glaubt, Patente seien
dasselbe wie das Urheberrecht, wird jetzt sehen, dass diese Kampagne von
erfolgreichen Unternehmen unterstützt wird, die ihre Softwareentwicklungen
auf Grundlage des Urheberrechts schützen. Ich selbst lebe seit fast 20
Jahren vom Urheberrecht. Das Urheberrecht schützt Innovatoren –
Softwarepatente werden gegen sie als Waffe missbraucht."

Die Website der Kampagne wird Inhalte in allen EU-Amtssprachen
bereitstellen, zunächst in (alphabetisch) Deutsch, Englisch, Französisch,
Italienisch, Lettisch, Litauisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch,
Spanisch, Tschechisch und Ungarisch. Weitere Übersetzungen sind in Arbeit.

Über die Partnerfirmen

Die Ansichten, die von der Kampagne ausgedrückt werden, sind nicht
zwangsläufig die Ansichten der Partnerfirmen.

1&1 (www.1and1.org) gehört zur United¬-Internet-Gruppe
(www.unitedinternet.com), einem börsennotierten deutschen Unternehmen, das
für dieses Jahr Umsätze von 506 Mio. Euro und einen Vorsteuergewinn von über
80 Mio. Euro erwartet. Die Tochterunternehmen 1&1 und Schlund+Partner
(www.schlund.de) machen die Gruppe zu einem der größten
Internet-Hosting-Anbieter Europas mit über 3 Mio. Kunden und 4,5 Mio.
Internet-Domains. Die Gruppe betreibt auch den E-mail-Service GMX
(www.gmx.com), der 19 Millionen Anwenderkonten hat.

Red Hat (NASDAQ:RHAT, www.redhat.com) ist weltweit führender Linux- und
Open-Source-Anbieter, und die bekannteste Linux-Marke der Welt. Mit 27
Niederlassungen weltweit erwartet das Unternehmen Umsätze im laufenden
Geschäftsjahr von etwa 200 Mio. US-Dollar. Im letzten Quartal berichtete
Red Hat einen Vorsteuergewinn von 11,8 Mio. US-Dollar bei Umsätzen von 46,3
Mio. US-Dollar.

MySQL AB (www.mysql.com) aus Schweden ist Europas größter
Open-Source-Softwarehersteller. Das Flaggschiffprodukt der Firma ist MySQL,
die weltweit beliebteste Open-Source-Datenbank mit über 5 Mio. aktiven
Installationen. MySQL AB befindet sich in Privatbesitz. Etwa 17 Mio. Euro
an Venture Capital wurden in das Unternehmen investiert.

Über die Kampagne und den Kampagnenleiter

Bitte gehen Sie auf www.nosoftwarepatents.com und klicken Sie auf "Über die
Kampagne", um mehr über die Kampagne und ihren Leiter zu erfahren.

Kontaktdaten

Florian Müller
SWM Software-Marketing GmbH
Starnberg (Deutschland)
press(a)nosoftwarepatents.com