Umlaute in Dateien...

Hi Leute,

ich habe folgendes Problem: Ich habe eine Fat32-Partition gemountet die
sehr viele Dateien enthält. In vielen der Dateinamen sind auch Umlaute
und andere Sonderzeichen (mit Windoofs geschrieben) enthalten welche
aber von meinem Linux-system (Red Hat 8.0) nicht gelesen werden können.
Es sind dann einfach Fragezeichen und die Dateien und Verzeichnisse
können nur von Root gelesen werden. Es wäre auch zu viel Arbeit alle
diese Dateinamen manuell umzubenennen. Kann ich irgendwie den
Zeichensatz von Linux umändern oder hat jemand andere Ideen wie ich
dieses Problem lösen könnte? Falls ich die Dateinamen umkonvertieren
muss, sollte es aber später auch noch möglich sein mit diesen Datein
unter dem anderen Betriebssystem zu arbeiten.

Danke für jeden Vorschlag!
  Michael

Zeichensatz von Linux umändern oder hat jemand andere Ideen wie ich
dieses Problem lösen könnte? Falls ich die Dateinamen umkonvertieren
muss, sollte es aber später auch noch möglich sein mit diesen Datein
unter dem anderen Betriebssystem zu arbeiten.

man mount

Siehe dann die Sektion "Mount options for fat", dort duerfte Dich
die Option "codepage" interessieren.

Diese kannst Du dann beim Mounten bzw. in Deiner filesystem table
(/etc/fstab) angeben.

Bye, Chris.

chrism(a)desk.nl wrote:

man mount

Siehe dann die Sektion "Mount options for fat", dort duerfte Dich
die Option "codepage" interessieren.

Danke!
Ich habe in man-seite nachgesehen und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:
mount -t vfat -o codepage=866,iocharset=cp866 /dev/hda5 /mnt/test
Jetzt kann ich auf die Dateien zugreifen und sie bearbeiten. Das einzige Problem das es jetzt noch gibt ist dass immer noch die Fragezeichen im Dateinamen sind... Ich habe es mit verschiedenen codepages versucht: 1252, 866 und 949. Andere habe ich keine gefunden die für dieses Problem in frage kommen. Weiss jemand noch andere die ich versuchen könnte?

Danke!
Ich habe in man-seite nachgesehen und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:
mount -t vfat -o codepage=866,iocharset=cp866 /dev/hda5 /mnt/test
Jetzt kann ich auf die Dateien zugreifen und sie bearbeiten. Das einzige
Problem das es jetzt noch gibt ist dass immer noch die Fragezeichen im
Dateinamen sind... Ich habe es mit verschiedenen codepages versucht: 1252,

866

und 949. Andere habe ich keine gefunden die für dieses Problem in frage
kommen. Weiss jemand noch andere die ich versuchen könnte?

Hallo.
Eins gleich vorweg: ich weiss leider keine Antwort auf deine Frage.
Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das Problem wirklich beim mounten
liegt. Ich habe wie du die RH8.0 und nur ext3-Partitionen (ok, bis auf die
swap-Partition ;). Aber auch hier gibt's Fragezeichen in den Dateinamen und auch
in den Dateien, wo bei der RH7.3 noch Umlaute waren.
Ich denke deshalb, dass da ein Fehler in der Codepage ist...

~benjamin

Benjamin Gufler wrote:

Ich habe wie du die RH8.0 und nur ext3-Partitionen (ok, bis auf die
swap-Partition ;). Aber auch hier gibt's Fragezeichen in den Dateinamen und auch
in den Dateien, wo bei der RH7.3 noch Umlaute waren.
Ich denke deshalb, dass da ein Fehler in der Codepage ist...

Vielleicht liegt es an "locale" -- Probier einmal die Environment-
variable LC_CTYPE zu setzen:

export LC_CTYPE=de_DE(a)euro

wobei de_DE(a)euro in /etc/locale.gen (distributionsabhängig?) deklariert
sein muss:

---snip---
de_DE ISO-8859-1
de_DE(a)euro ISO-8859-15
---snap---

Ein beherztes /usr/sbin/locale-gen (als root) generiert die
entsprechenden Codetabellen.

Grüsse,
Thomas

Hallo,

wollte den Link zu einem Dokument ueber VPNs posten, das ich mit einem
Kollegen im Juni letzten Jahres fertiggestellt habe.
Ich habe es kurz ueberarbeitet und online gestellt. Patrick wird versuchen,
es auch auf lugbz.org online zu stellen; ich dachte mir, ich poste
inzwischen den Link, um zu sehen, ob diesbezueglich Interesse besteht.

Bitte beachtet, dass das Dokument in bestimmten Teilen schon wieder etwas
veraltet ist (PPTP's Relevanz ist sicher weiter gesunken, ...); wegen
Ueberlaenge musste ich ausserdem einige Abschnitte kuerzen bzw. weglassen
(vor allem das Kapitel ueber VPNs und Firewalls). Es sollte trotzdem ein
gutes Einfuehrungsdokument sein.

http://www.darkrealms.org/papers/vpn-introduction/
(PDF oder HTML)

Das Dokument ist nur auf Deutsch verfuegbar... eine englische Uebersetzung
ist nicht geplant, dazu fehlt mir leider die Zeit.

lG,

Johnny

Habe den Link auf dieses äußerst interessante Dokument in unsere
WebLinks eingefügt!

http://www.lugbz.org/modules.php?op=modload&name=Web_Links&file=index&l_op=viewlink&cid=7

byez
Patrick

Hallo.

Das scheint alles ziemlich distributionsabhaengig zu sein. Bei mir gibt's
weder eine /etc/locale.gen noch ein /usr/sbin/locale-gen.
Wenn ich $LANG von en_US.utf-8 auf de_DE.ISO-8859-15 setze, bekomme ich zwar
alle Meldungen auf deutsch, aber die Umlaute in Dateinamen und im gvim
funktionieren immer noch nicht (obwohl laut locale die Tastatur deutsch ist, und
auch im X-Server Tastaturtyp de/nodeadkeys eingestellt ist).

Aber danke trotzdem.
~benjamin

Benjamin Gufler wrote:

Hallo.

Das scheint alles ziemlich distributionsabhaengig zu sein. Bei mir gibt's
weder eine /etc/locale.gen noch ein /usr/sbin/locale-gen.
Wenn ich $LANG von en_US.utf-8 auf de_DE.ISO-8859-15 setze, bekomme ich zwar
alle Meldungen auf deutsch, aber die Umlaute in Dateinamen und im gvim
funktionieren immer noch nicht

Die Position der executables und der Konfigurationsdateien kann
variieren. Sie sind im Paket locale(s) enthalten. Die Variable $LANG hat
nur Auswirkungen auf Fehlermeldungen und man pages, der Zeichensatz für
Konsolenanwendungen wird von LC_CTYPE definiert.

(obwohl laut locale die Tastatur deutsch ist, und
auch im X-Server Tastaturtyp de/nodeadkeys eingestellt ist).

Welches locale? Das von $DESKTOPENVIRONMENT? Die Lokalisierung von X
wird von Konsolenanwendungen i.d.R. ignoriert. Ich hatte die gleichen
Probleme mit mutt und vim, bis ich diese Variablen gesetzt habe.

Zum Testen kannst du LC_ALL setzen. Alle Variabeln gibt der Befehl
"locale" aus.

HTH,
Thomas