Vorstellung

Hallo,

habe mich gerade eben in Eure Liste eingetragen (habe allerdings eine Information vermisst, in welcher Sprache Postings
verfasst werden sollten).

Wie in der Begrüßungsmail angeregt, möchte ich mich kurz vorstellen:

Mein Name ist Wolfgang Riedmann, ich lebe und arbeite in Meran, hauptsächlich in der Erstellung von Windows-Software,
aber auch mit der Installation und Wartung von Netzwerken. Meine ersten Netzwerk-Erfahrungen habe ich im Aufbau eines
Novell-WANs gesammelt, und anschließend bei Kunden mehrfach NT-Server installiert. Seit Anfang 2000 installiere ich
allerdings fast nur mehr Linux-Server (meist SuSE) aufgrund ihrer wesentlich höheren Stabilität und geringeren
Wartungsaufwandes. Ich möchte dieses Jahr anfangen, auch unter Linux Software zu entwickeln, und bin ganz einfach mal
interessiert, was in Südtirol sonst noch in der Linux-Szene passiert.

In meiner knappen Freizeit widme ich mich meiner Familie oder bin in der Umgebung von Meran mit dem MTB unterwegs.

Wolfgang

Willkommen Wolfgang,

hei die 2te Vorstellung innerhalb 2-3 Stunden, das ist ein Rekord!

> habe mich gerade eben in Eure Liste eingetragen (habe allerdings
> eine Information vermisst, in welcher Sprache Postings verfasst
> werden sollten).

Was die Sprache anbelangt, da wir (fast) alles Südtiroler sind, wird
gemischt Deutsch und Italienisch geposted. Ladinisch können leider nur
die wenigsten und daher wird diese Sprache nicht verwendet.

> Mein Name ist Wolfgang Riedmann, ich lebe und arbeite in Meran,
> hauptsächlich in der Erstellung von Windows-Software, aber auch mit
> der Installation und Wartung von Netzwerken. Meine ersten
> Netzwerk-Erfahrungen habe ich im Aufbau eines Novell-WANs gesammelt,
> und anschließend bei Kunden mehrfach NT-Server installiert. Seit
> Anfang 2000 installiere ich allerdings fast nur mehr Linux-Server
> (meist SuSE) aufgrund ihrer wesentlich höheren Stabilität und
> geringeren Wartungsaufwandes. Ich möchte dieses Jahr anfangen, auch
> unter Linux Software zu entwickeln, und bin ganz einfach mal
> interessiert, was in Südtirol sonst noch in der Linux-Szene passiert.

Gut da kann ich dich sofort fragen, ob wir einen Bericht von dir für
eine Kolumne über Unternehmen die GNU/Linux einsetzen bekommen. Habe
deine Seite http://www.riedmann.it/linux.htm mit interesse gelesen. Das
wär ja schon was in der Art :slight_smile:

mfg.
Patrick

Hallo Patrick,

Gut da kann ich dich sofort fragen, ob wir einen Bericht von dir für
eine Kolumne über Unternehmen die GNU/Linux einsetzen bekommen. Habe
deine Seite http://www.riedmann.it/linux.htm mit interesse gelesen. Das
wär ja schon was in der Art :slight_smile:

was hast Du Dir vorgestellt? Eine Liste von Firmen, bei denen ein
Linux-Server läuft? Normalerweise stellt ein Kunde fest, daß er einen
Server braucht, bzw. ich schlage es ihm vor. Anfangs war es so, daß
die Kunden bei der Erwähnung von Linux erst mal etwas überrascht
reagiert haben. Mittlerweile ist es mir aber auch schon passiert, daß
mich ein Kunde gefragt hatte, wann ich denn endlich seinen Novell-
Server durch einen neuen Linux-Server ersetzen würde...
Recht komplexe Geschichten sind das eigentlich nirgends, da überall
Samba läuft, meist auch Squid und hi und da mal auch Hylafax. Die
Installation und Konfiguration eines Linux-Servers braucht i.d.R. die
Hälfte der Zeit eines NT-Servers. Es braucht auch bei der von mir
verwendeten Hardware (Compaq Proliant) keinerlei spezielle Treiber -
alles schon in SuSE enthalten. Das ist mit NT/W2K nicht der Fall. Nur
einmal mußte ich einen Treiber für ein neues Hardware-Teil aus dem
Internet holen, und da war das Treiber-Paket gerade mal 20 oder 30k
groß: zu kompilierender Quellcode für eine Intel Gigabit-Ethernet-
Karte.
Die interessanteste Hardware-Konfiguration läuft in einem Fotolabor
in Meran: ein ProLiant mit 3 SCSI-Platten: eine 9 GB-Platte für das
Betriebssystem, und 2 Stück 18 GB-Platten mit 10k im Raid0-Verbund
für die Daten. Datensicherheit ist kein Thema, die Maschine verfügt
nicht einmal über ein Backup, die Daten liegen maximal drei Tage auf
dem Server. Der Server hat zwei Compaq-Netzkarten mit 100 MB, die auf
zwei verschiedene Ports desselben Switches laufen (load balancing).
Auf den Server greifen 6 PCs zu. Auf 4 davon werden Bilder gescannt,
von Kameras geholt, bearbeitet usw. Die anderen beiden belichten nur
mehr die Bilder. Ein Scan-Vorgang eines Bildes (die Bilder werden oft
größer als 100 MB) läuft schneller ab, wenn aufs Server-Laufwerk
gespeichert wird, als wenn auf die lokale Platte gespeichert wird.
Auch wenn auf allen Maschinen gleichzeitig gearbeitet wird, ist
keinerlei Performance-Einbruch zu spüren. Ich habe den Server seit
der Installation im Jänner 2001 erst einmal angeschaut und
rebootet...

Wolfgang

-- Wolfgang Riedmann
-- Individuelle EDV-Lösungen - Soluzioni informatiche personalizzate
-- I-39012 Meran, V. Laurin-Str. 2d

Hallo Wolfgang,

ja ich würde gern eine Artikel-Reihe auf der LUGBZ-Seite starten in der
einfach Betriebe, wie es deiner ist, beschreiben warum sie GNU/Linux
benutzen. Genau so was wie diese Mail oder der Text auf deiner Seite.
Natürlich dachte ich hier weniger an kleine Betriebe, welche von dir
betreut werden, da diese ja eigentlich dir die Entscheidung für ihr
IT-System übertragen haben. Aber das Beispiel vom Fotolabor ist
natürlich sehr interessant.

Was haltest du davon?

mfg.
Patrick

Hallo Patrick,

auf Deinem System ist das Datum falsch...
/usr/sbin/netdate -v ptbtime2.ptb.de
/sbin/clock -w

sollte die Sache richten... (ptb.de ist die Physikalisch-Technische
Bundesanstalt in Braunschweig, die die Atomuhr betreibt, laut Info
auf der Website mit weniger als einer Millionstel Sekunde Gang-
Unsicherheit pro Jahr)

ja ich würde gern eine Artikel-Reihe auf der LUGBZ-Seite starten in der
einfach Betriebe, wie es deiner ist, beschreiben warum sie GNU/Linux
benutzen. Genau so was wie diese Mail oder der Text auf deiner Seite.
Natürlich dachte ich hier weniger an kleine Betriebe, welche von dir
betreut werden, da diese ja eigentlich dir die Entscheidung für ihr
IT-System übertragen haben. Aber das Beispiel vom Fotolabor ist
natürlich sehr interessant.

für sowas bin ich sicher der Falsche. Ich setze zwar bei mir einen
Linux-Server ein, der u.a. für den Faxempfang zuständig ist, aber
eine Firma in EDV-Bereich dürfte kaum für Praxis-Empfehlungen
relevant sein. Sicher haben meine Kunden meine Empfehlung für Linux
akzeptiert, mit dem System müssen aber sie leben, und nicht ich.
Ich denke, man sollte sich erst mal die Betriebs-Landschaft in
Südtirol anschauen. Den größten Anteil haben sicher die Firmen mit 3-
20 Bildschirm-Arbeitsplätzen, und die haben normalerweise keinen EDV-
Mann im Haus, sondern lassen sich von externen betreuen.
Ich habe auch in ein paar größeren Betrieben über Linux gesprochen,
aber da ist die Bereitschaft zum Wechsel wesentlich geringer (obwohl
es natürlich viele Groß-Unternehmen gibt, die auch Linux einsetzen -
nur weiß es halt niemand.). Gerade wenn eine Firma schon sehr stark
MS-Produkte einsetzt, wie Outlook/Exchange, ist ein Wechsel zu Linux
schon sehr fraglich....Am ehesten kommen da Misch-Konfigurationen zum
Einsatz, wie ein Linux-Server für Mail oder als Proxy/Firewall, und
daneben steht ein Windows-Server....

Ich glaube allerdings nicht, daß die Zeit für einen Groß-Einsatz von
Linux auf dem Desktop in kleinen/mittleren Firmen reif ist - da
fehlen noch Entwicklungs-Tools, mit denen sich schnell und rationell
kaufmännischen Applikationen erstellen lassen.

Wenn Du Case-Stories suchst, daß ein Unternehmen voll auf Linux
setzt, wirst Du in Südtirol vermutlich keines finden. Auch in
Deutschland, das hier sehr viel weiter ist, gibt es nicht sehr viele
Beispiele, und auch dort meistens in POS-Applikationen. Keiner meiner
Kunden hat auch nur eine Linux-Workstation, und auch auf meinem
Notebook läuft Linux nur innerhalb von VMware - das Host-OS ist W2K.

Wolfgang

-- Wolfgang Riedmann
-- Individuelle EDV-Lösungen - Soluzioni informatiche personalizzate
-- I-39012 Meran, V. Laurin-Str. 2d