was ist dran an open source? Dolomiten Artikel 23.08.05

Hallo Kollegen,
in der heutigen Dolomitenzeitung, auf Seite 5, findet ihr ein
hochinteressantes artikel über open source ... von Herrn EXPERTEN (weis
nicht von was... sicher nicht im Rahmen open-source) Robert Huber von
der Xtend, kennt Ihn jemand?
Ganz kurz zum Artikel: Dieser Experte behauptet, dass die freie Software
meist nur kurzfristig Kostenvorteile bringt.
Ein solcher Artikel sollte nicht ohne Gegenargumente durchkommen. Weil
jene die etwas über open-source verstehen, einfach darüber lachen, ABER,
jener Leser, der open-source noch nicht kennt, kriegt nur einen
negativen Eindruck davon.
Er argumentiert so:
-> (R.H.) Wenn ich ein Software-Produkt kaufe dann wird mein Lieferant
mir eine Garantie dafür geben dass das Produkt funktioniert...
--- hmmm, interessant, vielleicht habe immer nur ich Pech mit Microsoft-
Produkten? (ist es vielleicht, weil ich das software nur kopiert habe,
ohne zu bezahlen ??? :slight_smile: )
->(R.H.) Garantie, dass die gekauften Produkte gewisse Standards
erfüllen...
--- dazu ist Internet Explorer ein schönes Beispiel :-), ah na, das
kriegt man ja auch geschenkt... man wird ja dazu "gezwungen"
--> (R.H.) Bei der freien Software ist niemand da, der dahinter steht
und dir eine Garantie gibt, dass alles kompatibel ist.
--- Na klar, freie software erstellt sich ja von selbst... (Blödmann)
Bei Microsoft hingegen kommt immer Bill Gates persönlich und löscht dir
die viren vom System...
--> (R.H.) Bei open-source muss ich den jenigen zahlen, der mir das
System installiert
--- Ich hätte hier fünf Microsoft Office Lizenzen (wohl klar: gezahlt)
könnte ich Herrn Huber bitten hier in den Bergen, im hintersten Gadertal
herzufahren, um mir diese GRATIS auf meine PC's zu installieren? (wohl
gemerkt: GRATIS !!) .....
--> (R.H.) Und wenn ein Problem auftaucht, kann ich bei kommerziellen
Anbietern um Rat fragen und bekomme mein Problem gelöst.
--- ich nehme an, dass das alles Gratis ist und auch in der Lizenz
enthalten ist... :-), bei mir Pechvogel, war das wieder einmal anders.
--> (R.H.) Bei open-source: Der Programmierer, der danach kommt, tut
sich schon schwer mit den Programmen, die sein Vorgänger geschrieben
hat...
--- ??? Ja, klar bei close-source ist das ja kein Problem, da braucht
man kein code zu verstehen, weil keines zur verfügung steht...
--> (R.H.) Es gibt Open-Source-Entwickler die zwar ihre Software gratis
ins Netz stellen, dann aber für die Schulungen 4000 Euro pro Tag
verlangen
--- und es gibt andere wiederum die nur eine kleine Lizenzgebühr
verlangen und dafür bieten sie dir GRATIS alle denkbaren Leistungen:
Installation, Kurse, Schulungen, Updates, Antiviren, Problemlösungen,
Wäsche waschen, Patches, Internet Zugang, Support, Kompatibilität mit
dem ganzen Universum, Vertrauen, Sicherheit, Garantie für alles,
Lebensversicherung, usw.
--> (R.H.) Ich rate jedem Betrieb sich eine Kosten-Nutzen-Analyse zu
machen
--- Ok, aber bitte nicht bei Xtend :slight_smile:

Sollte man nicht im Namen des Lug-bz zu diesem Artikel Stellung nehmen,
und Herrn EXPERTEN ein bisschen aufklären was überhaupt open-source ist?

Ich würde mich gerne zur Verfügung stellen Herrn Huber einen Tag lang zu
schulen... GRATIS... bzw. nur gegen einer kleinen Lizenzgebühr... :slight_smile:

Grüsse Diti

p.s.: Microsoft spielt hier wieder einmal die Rolle des absoluten Bösen
obwohl das ganze generell gilt

Non ho avuto l'occassione di leggere questo articolo, ma grazie per
questa buona critica su una persona che sicuramente non e' esperta di
open-source, come dici bene tu. Comunque e' incredibile che esistano
sempre piu' di questi articoli.
Linko un pezzo di un articolo commentato su un forum:
http://www.hwupgrade.it/forum/showthread.php?t=981264&highlight=repubblica+longhorn

Ich habe den Artikel durchgelesen. Wer ist denn dieser Banause?
Sollte man dies nicht richtigstellen? Ist ein (oder mehrere!) Leserbrief
angebracht? Oder direkt ein (Antwort-)Artikel in der Dolomiten, oder auch in
einer anderen Zeitung?

Hallo Leute!

Auch wenn die Meinung von Robert Huber und unser Standpunkt weit
auseinandergehen...
bitte führt die Diskussion auf sachlicher und nicht auf persönlicher Ebene.

Also, zieht bitte nicht über die Person her, sondern entkräftet seine
Argumente, bzw.
bring Gegenargumente die greifen.

Ich werde ihn für unser Treffen heute Abend einladen! :slight_smile:

bis dann
Christian

Da gebe Ich Dir Recht!

Er bleibt trotzdem ein Banause :slight_smile: (Bis er sich nicht besser
informiert!)

Erik

Hallo nochmal!

Bin jetzt extra in die Bar gegangen, den Artikel zu lesen. So extrem ist der
gar nicht. Natürlich beleuchtet er das Thema aus seiner Sicht, ein wenig
einseitig.

Viel weniger hat mir der Artikel darunter gefallen, in dem Landesrat Berger
über die Einführung von OpenOffice.org ein wenig salopp redet.
z.B. (jeweils frei zitiert):
-> "Freie Software ist nicht kompatibel"
   Eigentlich sollte er hier sagen, dass propietäre Softwarehersteller
   bewusst proprietäre Formate verwenden und geschlossen halten um die
   eigenen Produkte nicht austauschbar zu machen.
-> "Dort wo Sicherheit wichtig ist, muss die Eignung von Freier Software
   noch geprüft werden"
   Wenn ich das richtig verstanden habe, bedeutet das: Freie Software
   ist nicht sicher? Naja, no comment.

Insgesamt kommt mir beim Durchlesen dieses zweiten Artikels die
Meinung, dass die Landesregierung halt eben freie Software einführt,
um mit diesen alternativen "Computer-Linken", die sich keine ordentliche
Software leisten können, Daten austauschen zu können.

Wenn ein Unternehmer durch bestimmte Aussagen seine Kunden bei der
Stange halten und neue dazugewinnen will, so akzeptiere ich das
(auch wenn ich seinen Standpunkt nicht teile).
Wenn jedoch der Landesrat für Informationstechnik eher salopp
über Freie Software redet, so kann ich das nicht akzeptieren.

Da muss man aber sicher dazusagen, dass der Journalist, der das
ganze verfaßt hat, sicherlich die Formulierung nach seinem
Gutdünken gekürzt bzw. angepasst haben wird. (jetzt hab ich ganz
vergessen nachzuschauen wer das geschrieben hat)

bis dann
Christian

P.S.: Dieses Mail wurde mit Thunderbird unter WindowsXP geschrieben,
      womit ich sagen will, dass man meiner Ansicht nach heutzutage
      größtenteils nur mit gemischten Umgebungen produktiv arbeiten
      kann. Das kann sich natürlich ändern! :wink:

Christian Peer - peer internet solutions schrieb:

Viel weniger hat mir der Artikel darunter gefallen, in dem Landesrat Berger
über die Einführung von OpenOffice.org ein wenig salopp redet.

Falls das der gleiche Berger ist der damals im Bic eine Rede gehalten
hat, kann man ihm das nicht übel nehmen. Der macht seine Arbeit wie
vermutlich jeder andere Politiker auch wegen des Geldes und nicht aus
Überzeugung. Er machte damals jedenfalls keinen kompetenten eindruck.
Das typische Politikergerede ohne Inhalt halt.