Eine Anleitung zum diday
Das ist nicht sofort plausibel, deshalb erkläre ich, wie die Entwicklung bei mir ablief.
- Ich war in keinem asozialen Netzwerk, ein soziales wie mastodon gab es noch nicht und ich informierte mich mit dem Browser im Internet und begann die interessanten Webseiten als Lesezeichen zu speichern.
- Ich bemerkte, dass der Beifang, also was ich auf der Suche fand ohne es zu suchen, oft wichtiger und interessanter war, als das wonach ich suchte.
- Ich strukturierte die Lesezeichen in Ordner, ordnete sie im Ordner nach Interesse und begann 2 Ordner mit Adressen zu bilden, die ich fast täglich abrief.
- Bei einigen Plattformen, wie heise.de oder auch salto.bz mach ich das immer noch. Bei anderen, speziell bei Aggregatoren (Webseiten, die das Internet nach guten Inhalt absuchen) habe ich mich beim angebotenen Newsletter angemeldet.
- Die vielen Mails im Eingangsordner filterte ich weg, die Newsletter gingen in den Ordner newsletter/quelle. Damit sah ich in Thunderbird wie viele Newsletter noch nicht gelesen habe und die blau markierten waren die neuen vom Tag. Ich brauchte nicht mehr viele Webseiten absuchen, sondern konnte wann ich wollte mich durch die Newsletter wühlen. So weit so gut.
- Dann stellte ich fest, dass die meisten Newsletter nicht direkt an das Ziel verlinken, sondern über eine Drittfirma, meist dem Massenmailer, der damit nicht nur meine mail-Adresse kennt, sondern auch erfährt, was mich vom newsletter interessiert. Nur wenige verschlüsselten die Ziel-URL nicht, so dass bereits Thunderbird anbot, direkt das Ziel aufzurufen.
- Nur 2 der Aggregatoren, die ich bereits bezahlte, konnte ich überzeugen, dass ich nicht noch meine Daten an Drittfirmen abgeben will. Die einfache Regelung: ich lese den Newsletter mit den verschlüsselten Links als Mail, sobald ich in den Originalartikel will, klicke ich nicht den Link an, sondern melde ich mich bei der Website ein und kann hinter der Bezahlschranke den Newsletter mit direkten Links öffnen. Andere Newsletter berichteten über Neuerscheinungen von Podcasts. Sie enthielten Links zur Website mit Trackern oder verlinkten zu spotify oder anderen Streamern.
Es hat ein paar Momente gedauert, bis ich verstanden habe, dass es guten Inhalt nicht auf Dauer umsonst geben kann.
Dann habe ich erkannt, dass viele Anbieter meines Interesses bereits beides anbieten: Ohne Geld aber mit Werbung, Tracking und Datenabfluss oder mit Geld, einige sogar nur mit Bitte um Spenden und ohne die Nebenwirkungen. Das sind meistens Podcastanbieter und viele andere ÖR-Medien, die RSS-feeds anbieten.
Zu den RSS-feeds braucht einen Reader, der praktischerweise im Thunderbird vorhanden ist und gut funktioniert, solange man nicht eine Netzwerklösung braucht.
Die folgende Bilderstrecke zeigt, wie ich den Podcast Denkangebot von Katharina Nocun abonniert habe:
Abonnieren anklicken, dann andere App auswählen und klicken
URL kopieren
Im Kontextmenü vom Blogs & News-feeds Abonnieren anklicken, dann kommt
In Feed-Adresse die kopierte URL eingeben
und hinzufügen klicken
Klickt man auf den Anhang
kann man entscheiden ob man die Datei nur Speichern will oder nur anhören.
Mit dem Eintrag des RSS-Feeds, der die 51 Podcast-Beschreibungen und Links zu den Podcast in 262 kB speichert, habe ich erreicht, dass nur meine Quelle also kattascha.de meine ip-Adresse beim Abruf des Feeds und des Podcasts erhält.
Ich werde mir ein paar Podcasts anhören und bin, wenn ich mich dadurch bereichert fühle, auch gerne bereit einen Dauerauftrag über Steady zu bezahlen, weil ich dort bereits andere bezahle und dieser Dienst, in D gestartet und mittlerweile über D hinaus tätig ist, bald 10 Jahre gut funktioniert und Content-Lieferanten für 10% des Umsatzes, den ganzen Bezahlkram abnimmt.
Damit hat man die Wahl und kann zumindest bei den Themen, die mich interessieren, gute Inhalte bekommen, ohne die BigTech teilhaben zu lassen. Wer das nutzt, soll auch die Erzeuger bezahlen, was wiederum ohne paypal und Kreditkarten möglich ist.





